Thea Liebermann

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Stolperstein für Thea Liebermann auf der Mosczinskystraße 14 in Dresden (Foto: Carola Ockert, 2013)

Thea Liebermann, geb. Katz (* 1. Oktober 1908 oder 1910 Beuthen (Oberschlesien) - 1943 Polen) und ihre Tochter Gabriele Ruth Liebermann (* 2. Juni 1934 Dresden - ?)

Leben

Thea Liebermann, geborene Katz, wurde am 1. Oktober 1908 oder 1910 im oberschlesischen Beuthen (Bytom) geboren. Sie heiratete 1928 Emil Liebermann. Das Paar zog gemeinsam mit dem ersten Sohn Klaus Peter, der am 25. August 1932 in Breslau (Wrocław) geboren wurde, nach Dresden. Dort arbeitete ihr Mann als selbstständiger Handelsvertreter. Die Liebermanns bekamen in Dresden drei weitere Kinder: Gabriele Ruth Liebermann (* 2. Juni 1934), Wolfgang Dietrich (* 30. Juni 1937) und Denny (* 30. September 1939).

Emil Liebermann wurde nach der Pogromnacht 1938 verhaftet und schwer misshandelt. Auf Initiative seiner Frau erhielt er Papiere zur Auswanderung. Im August 1939 emigrierte er nach Großbritannien und hoffte, seine Familie bald nachholen zu können. Der Beginn des Krieges verhinderte die Zusammenführung. Im November 1942 wurde Thea Liebermann mit Sohn Klaus Peter in das "Judenlager Hellerberg" deportiert, im März darauf nach Auschwitz. Mutter und Sohn kamen dort ums Leben.

Die drei jüngeren Kinder der Liebermanns kamen wahrscheinlich zu den Großeltern nach Breslau. Beide Großeltern wurden jedoch Ende August 1942 nach Theresienstadt und schließlich nach Treblinka deportiert. Über das weitere Schicksal der drei Geschwister ist nichts bekannt.

(Quelle: http://www.stolpersteine-dresden.de)

Gedenken

Am 11. Juni 2011 wurden zur Erinnerung an die Familie Liebermann fünf Stolpersteine auf der Mosczinskystraße 14 (Dresden-Seevorstadt) gesetzt.

Weblinks


Frauenbildungshaus Dresden | Frauenstadtarchiv Dresden | Genderkalender