Magdalena Sibylle I.: Unterschied zwischen den Versionen

Aus frauenwiki-dresden
de>Ischilke
(Die Seite wurde neu angelegt: „{{Buch}} (31. Dezember 1586 Königsberg - 12. Februar 1659) Magdalena Sibylle I. von Brandenburg war Kurfürstin von Sachsen. Die Tochter des…“)
(kein Unterschied)

Version vom 27. Juni 2015, 06:43 Uhr

(31. Dezember 1586 Königsberg - 12. Februar 1659)

Magdalena Sibylle I. von Brandenburg war Kurfürstin von Sachsen. Die Tochter des Markgrafen Albrecht Friedrich von Brandenburg, Herzog zu Preußen wurde am 19. Juli 1607 zu Torgau mit Kurfürst Johann Georg I. verheiratet (dessen 2. Ehe). Sie nahm es ihrem Gemahl sehr übel, daß er sich im 30-jährigen Krieg von Gustav Adolf ab- und dem Kaiser zuwandte (Prager Frieden 1635). Sie trat für schwedische Kriegsgefangene ein, die beim Dresdner Festungsbau arbeiteten und hielt Freundschaft mit der schwedischen Königin. Sie hielt die Beamten des Kurfürsten für üble Betrüger. 10 Kinder gebar sie, darunter Joh. Georg (II.), geb. 31.5.1613. Sie besaß ein Vorwerk mit Gärtnerei und Viehhof in Fischersdorf bei Dresden (später Birckholzens, Blindenanstalt, Zentralhalle am Fischhofplatz 8 und 10) sowie ab 1644 das Gut Gorbitz, förderte Malerei und Dichtkunst. Am 8.10.1656 starb ihr Mann. Sie wohnte danach Schloßstr. 52 im Frau Kurfürstin-Haus.

Literatur

  • STICHART, Franz Otto: Galerie der sächsischen Fürstinnen; biogr. Skizzen sämtlicher Ahnfrauen des kgl. Hauses Sachsen, Leipzig 1857
  • HANTZSCH, Adolf: Hervorragende Persönlichkeiten in Dresden und ihre Wohnungen, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, 25. Heft 1918
  • CZOK, Karl: August der Starke und Kursachsen, Leipzig 1987. Aufgeklärter Absolutismus und kirchlich-religiöse Toleranzpolitik bei August dem Starken, In: Sachsen und die Wettiner. Chancen und Realitäten (Sondernummer der Dresdner Hefte); Dresden 1990
  • Bücher über Fürstinnen auf dem WeltWeitWeberinnen-Buchportal


Spielend das Patriarchat bekämpfen? Das ist seit heute möglich mit dem druckfrischen Kartenspiel PATRIA(R)CIAO. Das Spiel beruht auf einem Zeitzeuginnen*-Projekt des Frauenstadtarchivs Dresden