Luise Köster-Schlegel

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Luise Köster-Schlegel (ursprünglich Luise Schlegel; * 22. Februar 1823 in Lübeck; † 2. November 1905 in Schwerin (Mecklenburg) war eine deutsche Sängerin, die 20 Jahre lang in der Berliner Hofoper auftrat.

Leben

Luise Köster-Schlegel war die Tochter des Kunsthändlers und Gemälderestaurators Heinrich August Schlegel. Sie wurde nichtehelich geboren; ihr Vater adoptierte sie und gab ihr so seinen Namen. Das sängerische Talent Luise Schlegels entfaltete sich früh; bereits als Kind und junges Mädchen trat sie am Theater Lübeck in Opern sowie bei Konzerten auf. Mit ihrer Familie zog sie 1837 oder 1838 nach Leipzig, wo sie sich als Sängerin ausbilden ließ. Ihr Debüt gab sie 1840 am Stadttheater Leipzig als Pamina in der Zauberflöte. Nach einem Engagement an der Hofoper in Berlin und in Schwerin heiratete sie 1843 Hans Köster, den Besitzer eines Ritterguts und Schriftsteller. Ihren Beruf gab sie nicht auf; Luise Köster Schlegel gehörte 1844/45 dem Ensemble des Opernhauses in Breslau an. An der Berliner Hofoper, dem Königlichen Opernhaus, war sie anschließend ab 1847 20 Jahre lang tätig. So trat sie 1848 im Königlichen Opernhaus in Carl Maria von Webers Freischütz als Agathe, im Lyrischen Drama Die Vestalin von Gasparo Spontini als Julia, in der Mozart-Oper Don Juan als Donna Anna, als Euryanthe in der gleichnamigen Oper von Carl Maria von Weber sowie bei Wohltätigkeitskonzerten in der Garnisonkirche und der Nicolaikirche und einem weiteren Konzert im Englischen Haus auf.

1867 gab sie ihren Beruf auf.

Ihre Geburtsstadt Lübeck ehrte Luise Köster Schlegel 2005 im Rahmen einer Wanderausstellung über Frauen in der Lübecker Geschichte.

Literatur

  • Christine Lipp: Luise Köster-Schlegel In: Frauen in der Lübecker Geschichte Frauenbüro der Stadt Lübeck (Hrsg.), Lübeck 2005