Lene Voigt

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(3. Mai 1891 Leipzig – 16. Juli 1962 Leipzig)

Lene Voigt, geb. Helene Wagner, war Schriftstellerin und Mundartdichterin. Sie arbeitete zunächst als Kindermädchen und Verlagskontoristin, schrieb für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. 1914 heiratete sie Friedrich Otto Voigt, 1919 kam Sohn Alfred zur Welt, ein Jahr später wurde das Ehepaar geschieden. Ihr Sohn starb 1924.

Mit humorvollen Texten und Parodien in sächsischer Mundart erlangte Lene Voigt große Popularität. Dennoch bekam sie nach 1933 Schwierigkeiten: Die Machthaber warfen ihr Verschandelung des deutschen Kulturgutes vor, zudem missfiel ihre Mitarbeit für linksgerichtete Zeitschriften. Ab 1936 durfte sie nicht mehr publizieren.

Nach Aufenthalten in Norddeutschland, Berlin und München kehrte sie 1940 nach Leipzig zurück. Nach 1945 geriet Lene Voigt weitgehend in Vergessenheit. Beim Rat des Kreises Leipzig-Land, in der Lebensmittelkartenstelle, verdiente sie sich eine Zeitlang ihren Lebensunterhalt.

Aufgrund einer chronischen Psychose musste sie sich wiederholt in psychiatrischen Kliniken behandeln lassen. 1962 starb sie in Leipzig. Ihre Werke wurden in den 1980er Jahren von sächsischen Kabarettisten wiederentdeckt, neu aufgelegt und aufgeführt.

Werke (Auswahl)

  • Säk'sche Balladen (1925)
  • Säk'sche Glassiger
  • Mally der Familienschreck (1927)
  • Mir Sachsen – Leuter gleenes Zeich zum Vortragen (2 Bde., 1928)
  • Die sächsische Odyssee (1933)
  • Vom Pleißestrand nach Helgoland (1934)
  • Leibzcher Lindenblieten (1935)

Literatur

  • SCHÜTTE, Wolfgang U.: Mein Lebensgepäck heißt Humor... : Lene Voigts Biografie ; ein Dokumentarstück – Connewitzer Verlagsbuchhandlung Leipzig, 2003
  • SCHÜTTE, Wolfgang. Lene Voigt. Weibergespräche. Ein Biographischer Spaziergang. Buchverlag für die Frau. Leipzig. 2014.
  • SCHÜTTE, Wolfgang (Hrsg.). Lene Voigt und die lustige Kiste. Connewitzer Verlagsbuchhandlung. Leipzig. 2012.

Weblinks