Helene Marie von Kügelgen

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Pastell von Welte

(24. November 1774 Eigstfer in Livland - 25. Mai 1842 Ballenstedt)

Helene Marie von Kügelgen, geb. Zoege von Manteuffel, wuchs auf einem Gutshof im Baltikum auf. Sie organisierte Pockenimpfungen und pflegte Kranke und Wöchnerinnen. 1798 begann ihre künstlerische Ausbildung bei Gerhard von Kügelgen. Nach langer Auseinandersetzung mit dem Vater und schwerer Krankheit kam es endlich am 2. September 1800 zur Heirat mit Kügelgen, sie gab nach der Hochzeit die soziale und nach der Geburt des ersten Kindes die künstlerische Arbeit auf. Nachdem ihre erste Tochter Marie gestorben war, bekam sie noch drei Kinder: Wilhelm ("Jugenderinnerungen des alten Mannes"), Gerhard und Adelheid. Die Familie lebte in Dresden auf der Hauptstraße (Kügelgenhaus oder Haus Gottessegen). Hier wurden sie zum Zentrum eines Kreises von KünstlerInnen und künstlerisch interessierten Menschen. Neben ihrer Freundschaft mit Caspar David Friedrich, Caroline Bardua und Louise Seidler stand Helene Marie von Kügelgen auch in Verbindung mit der Familie von Schönberg. Nachdem ihr Ehemann ermordet worden war (Denkmal an der Bautzner Straße Nähe Waldschlößchen, zog sie zu ihrem Sohn Wilhelm nach Ballenstedt.

Literatur

  • KÜGELGEN, A. und E. von, Helene Marie von Kügelgen, Stuttgart o.J.
  • KÜGELGEN, Wilhelm von, Jugenderinnerungen eines alten Mannes, Neuausgabe Leipzig 1989
  • FLADE, Paul: Das kirchliche Leben Dresdens im Zeitalter des Rationalismus, in: Dresdner Geschichtsblätter 1902, Nr. 3


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